Gute Nachrichten für Kaffeeliebhaber: Ihre Morgenroutine könnte das Altern Ihres Gehirns verlangsamen
Ja, zu viel Koffein kann zu Zittern, einem schlechten Schlaf und sogar zu hohem Blutdruck führen.
Aber es gibt viel Beweise, die darauf hindeuten, dass moderate Kaffeekonsum (ungefähr drei Tassen oder weniger pro Tag, oder 200-300 mg Koffein pro Tag) tatsächlich gut für uns sein kann.
Es wurde mit besserer Herzgesundheit, erhöhter Lebenserwartung und sogar besserem Altern in Verbindung gebracht.
Eine neue Studie mit über 130.000 Teilnehmern hat gezeigt, dass es das Altern des Gehirns verlangsamen und das Risiko von Demenz reduzieren könnte.
Warum könnte der Kaffeekonsum dem Gehirn helfen, zu altern?
Die Studie, veröffentlicht in JAMA, umfasste 131.821 Teilnehmer, die von den Forschern über 43 Jahre hinweg beobachtet wurden.
Die Daten stammen aus der Nurses’ Health Study und der Health Professionals Follow-up Study. Bei allen Teilnehmern gab es zu Beginn der Studie keine Demenz, Parkinson oder Krebs.
Alle zwei bis vier Jahre baten die Wissenschaftler die Teilnehmer, ihre Koffeinaufnahme im Rahmen von Ernährungsfragebögen zu melden.
Die Forscher vergleichen diese Selbstauskünfte mit Gesundheitsdaten über die Jahre hinweg, einschließlich kognitiver Tests, die sie den Teilnehmern während der Studie durchführen ließen. In den Jahrzehnten der Nachbeobachtung entwickelten über 11.000 Menschen Demenz.
Und nachdem sie die Ergebnisse verglichen hatten, fanden die Forscher heraus, dass: „Ein höherer Konsum von koffeinhaltigem Kaffee und Tee war mit einem geringeren Risiko für Demenz und einer moderat besseren kognitiven Funktion verbunden, wobei die stärkste Assoziation bei moderaten Konsumwerten festgestellt wurde.“
In dieser Studie betraf der „moderate“ Koffeinkonsum etwa zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag oder eine bis zwei Tassen Tee täglich.
Auch im Bereich des „hohen“ Konsums (bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag) schien das Risiko für Demenz um 18 % geringer zu sein. Und auch der kognitive Abbau schien bei Kaffeetrinkern langsamer zu sein.
Heißt das, dass der Konsum von Kaffee definitiv mein Demenzrisiko senken wird?
Dies war eine Beobachtungsstudie, die lediglich einen Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum und Demenz zeigte.
Die Forscher konnten nicht eindeutig beweisen, dass es der Kaffee selbst war, der den Unterschied ausmacht; obwohl sie versuchten, Faktoren wie die Qualität der Ernährung zu berücksichtigen, könnten aber auch Medikamente die Ergebnisse beeinflusst haben.
Dennoch wurden die Ergebnisse nicht für diejenigen beobachtet, die entkoffeinierten Kaffee oder Tee tranken, was darauf hindeutet, dass es möglicherweise etwas mit dem Koffein gibt, das dem Gehirn helfen könnte.